Der Ort

Röhrda

und seine Geschichte


Röhrda von Norden her Der Ort Röhrda von Norden her auf dem gegenüberliegendem Hang fotografiert.

Röhrda liegt in einem Tal, das sich von Datterode her südöstlich hin erstreckt. Es durchtrennt den Ringgau, unter dem die Geologen den allgemein als Ringgau bezeichneten Gebirgszug mit der Boyneburg (513 m Höhe über Meeresspiegel) als höchste Erhebung, die nördlich davon liegende Grabburg mit der Rabenkuppe (515 m) und die Scherbdaer Platte verstehen. Die Lage Röhrdas wird bestimmt durch zwei bedeutende sehr wasserreiche Quellen, den Aschenborn und dem Martinsborn. Sie haben die Anlage der Ortschaft sehr begünstigt.

Ersterwähnung von Röhrda etwa 1090 in Bezug des Erzbischofs Ruthard von Mainz. Hier auch eine offizielle Seite von Röhrda und Röhrda!

Hier war schon 1603 eine Mühle von "Wiegand" betrieben, von hier auch kommt mein ältester bisher bekannter Vorfahr.

Röhrda Dorfplan Übersicht zu Röhrda ... wird noch genauer darauf eingegangen!

Die Sachsmühle
In dieser Mühle ist die alteingesessene Familie Wiegand als Lehensleute der von Herda zu Hause. Hans Wiegand, um 1604 geboren, wird 1639 als Müller erwähnt und führt den Betrieb bis zu seinem Tode im Jahr 1677. Sein Sohn Hans Adam führt die Geschäfte weiter, und 1733 übernimmt dessen 1683 geborener Sohn Christoph das Anwesen. Neben seiner Arbeit als Müller übt er noch das Handwerk eines Böttners aus.
Den Namen verdankt die Sachsmühle dem aus Netra stammenden Johann Nicolaus Sachs, der im Jahr 1804 die Anna Barbara Wiegand heiratete und neuer Besitzer wird. 1818 wird die Genehmigung erteilt, neben dem Mühlgang noch einen Schlaggang anzulegen.
Die Lochmühle
... Erbaut wurde diese erst im 18. Jahrhundert. Erbauer dürfte der Sachmüller Christoph Wiegand gewesen sein, der diese seinen Sohn Johannes anlegte, während dessen Bruder Simon die elterliche Sachsmühle behielt.


1570 leistet Caspar Wiegand Abgaben von Haus und Hof aufgrund der Kapelle zugehörigen Ländereien.

1608 werden zudem Heinrich Wigand (Kirchenmann) und Heinrich Wigand (Pfarrmann) erwähnt. Die 'Kirchenmänner' hatten ihre Häuser "am Kirchgraben umb die Kirchen hero und am Kirchhoff gelegen" erbaut und stellten Neuzugänge im Rechtsgefügre des Dorfes dar. Die 'Pfarrmänner' waren schon länger auf der Pfarrei zinsbaren Höfen angesiedelt.

1639 wurde im Mannschaftsregister Hanß Wiegandt erwähnt: "Moller, lebt in der Ehe, hat zweene Esel, zwo Ziegen undt sechs acker uber winter bestaldt.".

1686 Zusammenstellung:
Hans Wiegandt *1603, + 29.04.1677
dessen Frau Catharin (Anna?)* ca. 1619, + 14.12.1675
dessen Söhne Henrich *ca. 1639, + 20.2.1693; oo 16.02.1681 Sybilla Bach, Claus T.
............ Hans Jörge *ca. 1649, konf. 1662, oo 25.11.1674 Anna Eitzerodt
............ Hans Adam * 21.11.1651, konf. 1664, + 7.1.1733; Müller und Böttner
dessen Töchter Catharin major *ca. 1652, + 19.4.1694; oo 25.11.1678 Melchior Knabe v. Treffurt
............ Catharin minor (ohne Angaben)

1785 gennte Soldaten von Hessen-Kassel für die Briten im Kampf in Nordamerika:
27 Conrad Wiegand, * 29.06.1750 als ältester Sohn des Böttners Johann Adam W. und seiner zweiten Ehefrau Anna Maria Langenheld; Mai 1776 als Grenadier

1848 als Auswanderer aus Röhrda:
Johannes Wiegand, Schreiner, 49 Jahre (Während dessen Sohn Nikolaus in Röhrda blieb, befand sich der am 25.3.1826 geborene Sohn Dietrich zum Zeitpunkt der Antragstellung bereits in Amerika (StAM, 180 Eschwege, Nr. 1068)
Dietrich Wiegand, Tagelöhner, 40 Jahre, mit 5 Kindern (?)
Johann Henrich Kleiensteuber, Tagelöhner, 70 Jahre; Schwiegervater des Dietrich Wiegand

1817 als Gastwirt genannt: "Wiegand"

ca. 1829 als Verpachtung oder ähnliches taucht "Johannes Wiegand" auf

1856-1884 Bürgermeister Jakob Wiegand
1861 Kirchenglocke: Friedr. Wiegand, Vicebürgermeister
1865 Kirchenglocke: Jac. Wiegand, Bürgermeister; wurde 1917 eingeschmolzen, 1868 nochmalige Nennung im Zusammenhang des Einkommens der Schulstelle in Röhrda

1918 als Gefallener des I. Weltkrieges: Jakob Wiegand (1894 - 1918)

1933 als Gemeindevertreter: Ernst Wiegand, Landwirt

1944 Vermisster im II. Weltkrieg: Wilhelm Wiegand (1924-1944)

Hausbesitzer in Röhrda
- Am Lindenplatz 1 (Angermühle) 23 - 1837 Johann Heinrich Aßmann, Johannes Sohn & Anna Martha geb. Wiegand;
- Am Lindenplatz 7 - 1941 Adam Feige, Landwirt, & Martha geb. Wiegand
- Aschenborn 2 - 1856 Wilhelm Wiegand, Ackermann, & Catherina Wetterau geb. Claus; 1886 Heinrich Wilhelm Wiegand, Schreiner u. Ackermann, & Christine geb. Krapf; 1922 Ernst Wiegand, Zimmermann u. Landwirt, & Christine geb. Weishaar; 1958 Hans Derlich, Kaufmann, & Luise geb. Wiegand
- Deichwasser 1 (abgebrochen 1980, heute nur Schuppen) - ca. 1755 Johann Adam Wiegand; 1785 Johann Friedrich Wiegand; 1845 Johann Heinrich Wiegands Kinder; 1853 Jacob Wiegand, Schreiner u. Bürgermeister, Heinrichs Sohn; 1884 Friedrich Wiegand, Bürgermeister, & Katherina Elise geb. Kümmel; 1904 Jakob Wiegand, Maurer, & Elise geb. Möller; 1941 Adam Feige & Martha geb. Wiegand
- Hintergasse 6 (Sachsmühle, Winsmühle) - 1639 Hans Wiergand; 1677 Hans Adam Wiegand; 1733 Christoph Wiegand; 1745 Simon Wiegand; 1755 dessen Erben; 1777 Johann Adam Wiegand
- Hintergasse 13 - 1737 George Wiegand; 1762 dessen Erben; 1767 George Wiegand; 1807 Henrich Wiegand; 1837 Johannes Wiegand, Wirt, & Katharina Elisabeth geb. Beyer
uvm. ...


Hier habe ich ein ganzes Wochenende die Kirchenbücher studiert. Gleich neben dem ev. Pfarrheim in Jestädt, welches jetzt für Frieda zuständig ist, befand sich dieses alte Zeugniss der Geschichte.

Stand: 16.02.2002

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